25 Jahresbericht

Vorwort

Uwe Sollfrank und Markus Flory

Präsident des Verwaltungsrates & CEO (l.) und Stv. CEO (r.)

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, geschätzte Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner

Es ist das Wasser, das HOLINGER seit der Gründung im Jahr 1933 als Sinnbild für Bewegung, Anpassungsfähigkeit und Leistungskraft dient. Unser Wirken ist tatkräftig, wir überwinden dynamisch Hindernisse, gestalten mit unermüdlicher Präzision unsere Umgebung nachhaltig und sind dabei stets von einem klaren Ziel geleitet. Jedes Projekt ist für uns ein gemeinsames Schaffen für eine bessere Zukunft. HOLINGER findet immer einen Weg, der für unsere Gesellschaft und für unsere Umwelt Nutzen stiftet.

Im Zentrum unseres Handelns steht die konsequente Ausrichtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Realisierung komplexer Projekte gehören wir in der Rolle als Berater, Planer, Realisierer und Generalplaner zu den führenden Ingenieurunternehmen.

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Eine Arbeit, die bewegt – Fünf Mitarbeitende im Interview.

Der Umwelt Sorge tragen

Jahrgang: 1984
Funktion bei HOLINGER: Projektleiterin
Berufserfahrung: 13 Jahre
Hobbys: Trekking, Wandern, Outdooraktivitäten mit Freunden
Mein wichtigster HOLINGER-Wert: Transparente und glaubwürdige Kommunikation sowie Eigenverantwortung und Vielfalt

Von der Ideenfindung bis zur Realisation

Warum wolltest du Projektingenieurin Siedlungsentwässerung werden?

Als Ingenieurin in der Siedlungsentwässerung kann ich Ideen entwickeln und konkrete Lösungen für reale Herausforderungen finden.

Gab es  einen Moment, in dem du beinahe einen anderen Weg eingeschlagen hättest?

Nach dem Studium habe ich zunächst im Umweltbereich gearbeitet. Dabei habe ich jedoch gemerkt, dass mir der technische Aspekt fehlte. Deshalb habe ich mich neu orientiert und mich schliesslich für den Bereich Siedlungsentwässerung entschieden, der auch stärker an meine Lehre als Bauzeichnerin anknüpft.

Welche deiner Leidenschaften kannst du durch den Ingenieurberuf ausleben?

Meine ausgeprägte Neugier und die Freude daran, ständig neue

Dinge zu entdecken und zu verstehen, treiben mich an. So kann ich mich kontinuierlich entwickeln und lerne immer weiter dazu.

Welche Aufgaben bei HOLINGER machen dir am meisten Freude?

Am meisten Freude macht mir bei HOLINGER das Auswerten von Daten und der Aufbau von Modellen, um mit Berechnungen die hydraulische Funktion von Kanalisationsnetzen zu überprüfen und zu analysieren, welchen Einfluss das heutige und das künftige Abwassernetz auf die Gewässer hat.

Auf welche Leistung in letzter Zeit bist du besonders stolz?

Ich begegne in meiner Arbeit immer wieder Aufgaben, die ich noch nie gemacht habe. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich diese erfolgreich gemeistert habe.

Welchen Herausforderungen begegnest du im Berufsalltag?

Wie schon erwähnt, bringen Projekte oft neue Aufgaben mit sich. Dies ist zwar herausfordernd, macht die Arbeit aber auch abwechslungsreich und spannend. Und ich kann dabei viel lernen und meine Erfahrungen weiter ausbauen.

Erlebst du manchmal Überraschungen bei der Arbeit?

Bei der Bearbeitung von Projekten entstehen oft unerwartet weitere Aufgaben und neue Fragestellungen, die zusätzlich geklärt werden müssen. Obwohl wir wissen, dass dies immer wieder eintreten kann, ist es stets wieder eine Überraschung.

Welche Rolle spielt die Arbeit im Team?

Teamarbeit ist wichtig, weil unterschiedliche Perspektiven zu besseren Lösungen führen. Zudem hilft der Austausch im Team oft, wenn man selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Wie trägt deine Arbeit zu einer besseren Zukunft bei?

Bei unserer Arbeit steht der Gewässerschutz im Mittelpunkt. Durch eine gute Planung der Siedlungsentwässerung kann die Gewässerqualität nachhaltig verbessert werden, was langfristig zu gesünderen Gewässern und zum Schutz unserer Umwelt beiträgt.

Jahrgang: 1994
Funktion bei HOLINGER: Projektingenieurin Siedlungsentwässerung
Berufserfahrung: Lehre und Tätigkeit als Bauzeichnerin, danach Studium der Energie- und Umwelttechnik. Anschliessend tätig im Bereich Bodenschutz, Altlasten und Gebäudeschadstoffe, seit 2023 arbeite ich bei HOLINGER in der Siedlungsentwässerung.
Hobbys: Zeit mit meinen Haustieren verbringen
Mein wichtigster HOLINGER-Wert: Eigenverantwortung

Teil sein vom grossen Ganzen

Warum wolltest du Bauzeichner werden?

Nach meinem Studium wollte ich schnell ins Berufsleben einsteigen. Ich habe mich über verschiedene Berufe informiert und Praktika absolviert. Im Bereich des technischen Zeichnens und des Bauwesens haben mich der praktische Charakter der Projekte sowie die Präzision, die das Zeichnen erfordert, überzeugt.

Gab es einen Moment, in dem du beinahe einen anderen Weg eingeschlagen hättest?

Ja, am Anfang interessierte ich mich auch für die Gastronomie. Im Laufe verschiedener Praktika wurde mir klar, dass dieser Bereich nicht meinen Erwartungen entsprach. Das bestärkte mich in meiner Entscheidung, mich dem Zeichnen im Bereich Bauingenieurwesen zuzuwenden.

Welche Leidenschaften kannst du dank deines Berufs ausleben?

Ich habe schon immer gerne gezeichnet. Dank meines Berufs kann ich jeden Tag einer Tätigkeit nachgehen, die mir Freude bereitet.

Ausserdem lassen mir die Bürozeiten eine gewisse Flexibilität, die es mir ermöglicht, mich auch meinen anderen Leidenschaften zu widmen.

Welche Aufgaben bei HOLINGER machen dir am meisten Spass?

Am meisten Spass macht mir die Erstellung von Bauplänen, insbesondere von Schalungs- und Bewehrungsplänen. Ich finde diesen Bereich sehr interessant. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen schätze ich sehr.

Auf welches deiner jüngsten Projekte bist du besonders stolz?

Besonders stolz bin ich auf ein laufendes Projekt in der Rue du Temple in Montreux. Diese komplexe Baustelle erforderte viel Überlegung und Flexibilität, um bestimmte Formen und Ausschnitte zu verstehen und umzusetzen.

Mit welchen Herausforderungen bist du in deiner täglichen Arbeit konfrontiert?

Im Alltag liegen die grössten Herausforderungen in den Bauzeitplänen, die eine gute Organisation und

hohe Reaktionsfähigkeit erfordern. Der Austausch mit den verschiedenen Beteiligten, wie Architekten oder Teamleitern, kann zu Änderungen führen, die Flexibilität erfordern.

Gibt es bei der Arbeit manchmal Überraschungen?

Ja, regelmässig. Unvorhergesehenes gehört zu diesem Beruf einfach dazu, besonders bei Renovierungsarbeiten. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und erfordert ständige Anpassungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt die Teamarbeit?

Wir arbeiten oft im Team. Die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und

Zeichnern ist unerlässlich, um die Kohärenz und Qualität der Projekte zu gewährleisten. Eine gute Kommunikation ist wichtig, um Aufgaben effizient zu koordinieren und eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Wie trägt deine Arbeit zu einer besseren Zukunft bei?

Durch meine Arbeit trage ich zur Verbesserung oder Erstellung von Infrastrukturen bei, die den konkreten Bedürfnissen unserer Gesellschaft entsprechen und zum Schutz der Umwelt beitragen. Auch wenn dieser Beitrag auf den ersten Blick indirekt erscheint, ist er Teil eines grösseren Ganzen.

Jahrgang: 1994
Funktion bei HOLINGER: Bauzeichner – Tragwerksplanung
Berufserfahrung: 12 Jahre berufstätig
Hobbys: Önologie, Kochen, Wandern, Laufen
Mein wichtigster HOLINGER-Wert: Teamgeist / Geselligkeit

Konkrete Lösungen für komplexe Probleme

Warum wolltest du Umweltingenieurin werden?

Um mein Interesse an den Naturwissenschaften mit meinem Wunsch zu verbinden, einen konkreten Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Genau das habe ich im Studiengang Umweltwissenschaften und -technologien an der EPFL gefunden.

Gab es einen Moment, in dem du beinahe einen anderen Weg eingeschlagen hättest?

Ja, Medizin hat mich eine Zeit lang auch gereizt. Aber letztendlich hat mich meine Empfindlichkeit gegenüber Blut – dessen Anblick mir manchmal Schwindelgefühle bereitet – davon überzeugt, dass dies wahrscheinlich nicht der richtige Weg für mich war.

Welche Leidenschaften kannst du dank deines Ingenieurberufs ausleben?

Ich liebe es, komplexe Probleme anzugehen und konkrete Lösungen zu finden, was meiner wissenschaftlichen Neugier und

meinem Innovationsdrang entspricht. Im Rahmen der Teamarbeit setze ich meine Leidenschaft für Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung in die Praxis um.

Welche Aufgaben bei HOLINGER machen dir am meisten Spass?

Generell finde ich es sehr motivierend, Lösungen für konkrete Probleme zu finden. Besonders schätze ich die technischen Aspekte:

die Modellierung, die Programmierung und die Besuche vor Ort. Auch die Vielfalt der Projekte und Aufgaben ist spannend.

Auf welche deiner jüngsten Leistungen bist du besonders stolz?

Ein sehr anspruchsvolles Projekt hat mich an meine Grenzen gebracht. Dass ich es geschafft habe, macht mich besonders stolz. Ich habe gelernt, meine Arbeitsbelastung besser zu bewältigen, Hilfe anzunehmen und ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Wohlergehen zu finden.

Mit welchen Herausforderungen bist du bei deiner täglichen Arbeit konfrontiert?

Kundenzufriedenheit, Arbeitsqualität und Effizienz unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig mit Unvorhergesehenem und Druck umzugehen. Das Streben nach Verbesserung und Leistung kann anspruchsvoll und sehr anstrengend sein. Umso wichtiger ist die Unterstützung unter Kollegen.

Gibt es bei der Arbeit manchmal Überraschungen?

Kleine Aufmerksamkeiten vom Team, wie kleine Notizen, Fotocollagen oder Luftballons zum Geburtstag, freuen mich

immer sehr. Überraschungen im Rahmen von Projekten erfordern eine grosse Anpassungsfähigkeit bei Notfällen, Terminänderungen oder unvorhergesehenen Situationen vor Ort.

Welche Rolle spielt die Teamarbeit?

Für mich spielt Teamarbeit eine wesentliche Rolle: Unterschiedliche Sichtweisen ermöglichen es, bessere Lösungen zu finden, und so lassen sich Arbeitsbelastung und Verantwortung teilen.

Ich stelle auch im Sport fest, wie wichtig der Teamgeist ist: Ich spiele seit meinem siebten Lebensjahr in einem Verein Basketball.

Wie trägt deine Arbeit zu einer besseren Zukunft bei?

Meine Arbeit schützt die Bevölkerung und die Umwelt und stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig trage ich zu einer nachhaltigen Zukunft bei, indem ich für das Wohlbefinden meiner Kollegen sorge und den Teamzusammenhalt aktiv fördere.

Jahrgang: 1991
Funktion bei HOLINGER: Projektingenieurin
Berufserfahrung: 4 Jahre bei HOLINGER, 10 Jahre als Umweltingenieurin
Hobbys: Basketball, auf meine Nichte aufpassen, Zeit mit meinen Freunden verbringen, reisen
Mein wichtigster HOLINGER-Wert: Soziale und gesellschaftliche Verantwortung: Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist mir besonders wichtig. Deshalb habe ich einen Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit absolviert, um für das Wohlergehen meiner Kollegen sorgen zu können.

Energie mit all ihren Facetten

Jahrgang: 1983
Funktion bei HOLINGER: Fachbereichsleiter Energie
Berufserfahrung: 18 Jahre berufstätig, davon 2 Jahre bei HOLINGER
Hobbys: Mountain-Bike (fahren und warten), Fussball, Gelegentlich Klettern, Bouldern mit den Kindern, Handwerken, Heimautomatisierung und Zuhören bei Nachrichten, Podcasts
Mein wichtigster HOLINGER-Wert: Eigenverantwortung

Projekte

Unsere Projekte sind so vielfältig wie die Umwelt selbst und zeigen, was durch interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich ist.

Erfolgreiche Sanierung der biologischen Reinigungsstufe

Thun (BE) – Mit der Inbetriebnahme des vierten Biologiebeckens und der Nachklärbecken im November 2025 wurde die Sanierung der biologischen Reinigungsstufe der ARA Thunersee (200’000 EW) erfolgreich abgeschlossen. HOLINGER begleitete das Projekt als Generalplaner; die Planungsarbeiten starteten 2023. Mithilfe von Simulationen wurde geprüft, ob sich die Stickstoffelimination verfahrenstechnisch weiter steigern lässt.

Da die gesetzliche Umsetzung zur Reduktion der Stickstoffeinträge noch aussteht und die Anlage bereits eine im Schweizer Vergleich hohe Eliminationsrate von rund 78 % erreicht, entschied man sich, die bestehende Verfahrensführung beizubehalten.

Diese umfasst eine anaerobe Zone für die biologische Phosphorelimination sowie anoxische, intermittierend belüftete und belüftete Zonen für Denitrifikation und Nitrifikation.

Der Umbau erfolgte zwischen Mai 2024 und November 2025 in vier Etappen. Dabei wurden die elektromechanische Ausrüstung der Biologie- und Nachklärbecken sowie die Elektroinstallationen vollständig erneuert und die Becken einer Betonsanierung unterzogen. Dank ausreichender Reserven blieb die Reinigungsleistung während der gesamten Bauzeit gewährleistet.

Fotos © ARA Thunersee

Gegen Murgänge geschützt

Thun (BE) – Im Auftrag der Stadt Thun begleitete HOLINGER die zweite Etappe des Projekts «Massnahmen für den Geschieberückhalt am Chratzbach». Ab der SIA-Phase Ausschreibung übernahmen wir die Projektoptimierung, die Ausführungsplanung sowie die Bauleitung während der gesamten Realisierung. Der Chratzbach durchquert das dicht besiedelte Quartier Lauenen und weist im Oberlauf ein erhöhtes Murgangrisiko auf.

Die Bauarbeiten, um Bevölkerung und Infrastruktur zu schützen, starteten im Januar 2025. Die Fundamente erforderten eine bis zu sieben Meter tiefe Baugrube mit Nagelwänden. Zur Aufnahme der Kräfte eines möglichen Murgangs wurden 64 Mikropfähle bis in den Felsen eingebracht und verankert. Insgesamt wurden rund 680 m³ Beton für die Sperre und 110 m³ für das Gerinne verbaut. Dank sorgfältiger Planung, effizienter Ausschreibung und guter Zusammenarbeit konnten die Arbeiten bereits Ende Oktober 2025 und damit früher als geplant abgeschlossen werden.

Digitale Zusammenarbeit auf neuem Niveau

Berlin (D) – Mit dem Projekt «Klärwerk Stahnsdorf» erreichte HOLINGER 2025 einen technologischen Meilenstein in der Nutzung der CAD-Software AutoDesk PLANT 3D. In Ingenieurgemeinschaften bestand bislang das Problem, dass ARGE-Partner keine praktikable Möglichkeit hatten, gemeinsam an der Erstellung von Rohrleitungs- und Instrumentenfliess-Schemata zu arbeiten. Im Team «Digitale Planung / BIM» entstand daher die Idee, eine neue cloudbasierte Arbeitsweise zu entwickeln. Nach Gesprächen im Expertennetzwerk und entsprechender Recherche zeigte sich, dass sich das Problem elegant lösen lässt.

Bestehende Tools wurden zu einer neuen Lösung kombiniert und ermöglichen eine effiziente, firmenübergreifende Zusammenarbeit in der digitalen Planung. Damit setzt HOLINGER einen neuen Massstab für die gemeinsame Projektbearbeitung und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in komplexen Infrastrukturprojekten.

Heizzentrale mit Pyrolyseanlage für Wärmeverbund Maisprach

Maisprach (BL) – Für den Wärmeverbund Maisprach realisierte HOLINGER im Auftrag der IWB eine neue Heizzentrale. Die Wärme wird bereitgestellt durch eine Pyrolyseanlage, die 500 kW Abwärme produziert, und zwei Hackschnitzelfeuerungen mit je 500 kW Leistung. Ein Teil der Wärme wird zudem für die Vortrocknung der Biomasse eingesetzt. Um die Lasten zwischen Produktion, Bezug des Wärmeverbunds und Trocknung auszugleichen, verfügt die Anlage über einen 80 m3 grossen Wärmepufferspeicher.

Die Pyrolyse-Anlage produziert rund 550 Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr, die von den IWB in der Region als Zusatz in der Kompostierung, in Erdsubstraten oder in der Landwirtschaft vermarktet wird.

Nebst den wärmetechnischen Anlagen wurden auch die Förder-, Lager- und Verladesysteme für die Biomasse und die Pflanzenkohle sowie die übergeordnete Elektro- und MSRL-Technik projektiert. HOLINGER war als Generalplanerin von A bis Z für das Projekt verantwortlich – von der Entwicklung der technischen Konzepte über die Beschaffung und Bauleitung bis zur Inbetriebsetzung.

Lachs aus dem Glarnerland

Mollis (GL) – Die Swiss Blue Salmon AG plant die grösste Lachszucht der Schweiz in einer geschlossenen Kreislaufanlage (RAS) mit nahezu vollständiger Wiederverwendung des aus dem Walensee bezogenen Wassers. Jährlich sollen rund 4000 t Lachs produziert, vor Ort verarbeitet und über Detailhandel, Fischhandel sowie ein Verkaufslokal vermarktet werden. Landbasierte Aquakultur-Anlagen reduzieren den ökologischen Fussabdruck, belasten Gewässer nicht, verkürzen Transportwege und verzichten auf Antibiotika.

HOLINGER übernimmt die Gesamtprojektleitung inkl. Vor- und Bauprojekt, Wasserentnahme, Hygienisierung, Bauplanung, Abwasseraufbereitung, Energie-, Mess- und Regelsysteme sowie BIM-3D-Koordination. Die Bauarbeiten beginnen 2027 und dauern bis 2030, die Inbetriebnahme erfolgt phasenweise. Besonderheiten sind Pfahlgründungen auf schwierigem Boden, Trennung von RAS- und Verarbeitungsabwässern sowie kombinierte Industrie- und Bürogebäude für Produktion, Abwasserreinigung und Verwaltung.

ARA Seetal: Effizient vernetzt

Lenzburg (AG) – Für den Zusammenschluss von fünf Abwasserreinigungsanlagen im Luzerner und Aargauer Seetal zur zukünftigen ARA Seetal erarbeitete HOLINGER im Auftrag des Abwasserverbands Region Lenzburg (AVRL) das Hydraulikkonzept. Ziel war die Festlegung der Weiterleitmengen und Speichervolumen sowie einer bewilligungsfähigen Linienführung für die ARA-Zusammenschlüsse.

Grundlage bildete ein Frachtmodell mit rund 160 Entlastungsbauwerken, darunter 72 Regenbecken in 36 Gemeinden, das mit hochaufgelösten Messdaten für Trocken- und Regenwetter kalibriert wurde. Die Langzeitsimulation ermöglichte eine Dimensionierung der zukünftigen ARA unter Berücksichtigung von Einleitgewässern, Kanalnetz und bestehenden Anlagen und hilft, akuttoxische Zustände bei Regenwetter zu vermeiden. Zudem wurden die rund 38 km Anschlussleitungen mittels hydrodynamischer Kanalnetzmodellierung dimensioniert und umfassende Kostenschätzungen erstellt.

Viele Umweltaspekte

Rickenbach (LU) – Die Gefu Oberle AG produziert hochwertige Futtermittel aus Molke und Milchnebenprodukten. Dabei fallen grosse Mengen Milchzucker an, die nicht vermarktet werden können. Seit rund zwölf Jahren wird dieser in einer eigenen Biogasanlage energetisch verwertet.

Das aktuelle Projekt umfasst die Erweiterung der Anlage um eine zweite Biogasanlage sowie eine Anlage zur Herstellung von LBG (Liquid Bio Gas). Das Vorhaben ist UVP-pflichtig und untersteht der Störfallverordnung.

HOLINGER erstellte den Umweltverträglichkeitsbericht und führte die notwendigen Abklärungen mit den kantonalen Umweltfachstellen durch. Die Leistungen umfassten zudem ein Bodengutachten, Aushub-, Entsorgungs- und Löschwasserrückhaltekonzept, die Kurzberichte zur Störfallverordnung für den LBG-Tank und das Betriebsmittellager. Eine besondere Herausforderung war, dass die Projektierung der Anlage parallel voranschritt und zentrale Grundlagen erst spät vorlagen.

Mehr Raum für den Feldbach

Hombrechtikon (ZH) – Nach 12 Jahren Planung und fast zwei Jahren Bauarbeiten ist das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Feldbach abgeschlossen. Am 26.11.2025 erfolgte die offizielle Bauabnahme. HOLINGER begleitete die Gemeinde Hombrechtikon umfassend: von Machbarkeitsstudie, Hydrologie- und Hydraulikstudien, neuen Gefahrenkarten, Überlastfall-Management, Verhandlungen mit Eigentümern bis hin zum Vor- und Ausführungsprojekt inklusive Bauleitung (SIA Phase 21–53).

Die niederlassungsübergreifenden Arbeiten involvierten Geologie, Hydrogeologie, Geotechnik, Statik und Altlasten. HOLINGER koordinierte sämtliche Stakeholder, darunter eidgenössische Fachstellen (BAFU, SBB), kantonale Behörden (AWEL, FJV, FNS, TBA, ARE), Umweltorganisationen, Grundstückbesitzer, Vereine und Schutzverbände. Highlight dieses mehrfach öffentlich präsentierten Vorzeigeprojekts war der Einsatz der Sekundarschule Feldbach im Frühjahr 2025: Nach einer Einführung durften die Schülerinnen und Schüler die Strukturelemente erstellen und die Initialbepflanzungen vornehmen.

Trinkwasserreservoir wird zum Energieproduzenten

Wollerau (SZ) – Im Projekt «Sanierung Reservoir Stampf» hat HOLINGER eine Trinkwasseranlage aus dem Jahr 1955 umfassend erneuert und funktional erweitert. Ziel war der bauliche Werterhalt und eine nachhaltige Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Die Sanierung umfasste die Entfernung der alten Beschichtung in den Wasserkammern mittels Hochdruckwasserstrahlen (2’500 bar) sowie das Aufbringen einer neuen mineralischen Beschichtung. Zusätzlich wurden Drucktüren eingebaut und Massnahmen zum kathodischen Korrosionsschutz umgesetzt. Die gesamte Verrohrung wurde auf Basis einer 3D-Modellierung in AutoCAD Plant 3D platzsparend und passgenau erneuert.

Ein besonderes Element ist die installierte PAT-Turbine, die die Druckenergie bei der Rückspeisung aus der oberen Versorgungszone zur Stromerzeugung nutzt (rund 35 MWh pro Jahr). Ergänzt wird dies durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 5.52 kWp und einer Jahresproduktion von etwa 6 MWh. Die Modernisierung erhöht die Betriebs- und Versorgungssicherheit und verbindet die technische Erneuerung mit erneuerbarer Energiegewinnung.

Technologien

Kompetenz für die Herausforderungen von heute und morgen – Einblicke in unsere Fachbereiche mit ihren vielfältigen Projekten.

Management komplexer Grossprojekte im Fokus

Der Fachbereich Abwasser hat 2025 zahlreiche grosse Ausschreibungen gewonnen, zum Beispiel den Ausbau der Kläranlagen Martigny und Birs. Verschiedene Projekte haben wir erfolgreich abgeschlossen. Wegweisend waren die Inbetriebnahme der Elimination von Mikroverunreinigungen auf der Pro Rheno in Basel oder die Anamox-Pilotanlage in Zusammenarbeit mit der Eawag auf der Kläranlage in Freiburg.

Der Auftragseingang und die Arbeitsreserven sind gestiegen. Dieser Trend wird sich weiter beschleunigen, weil die gesetzlichen Anforderungen deutlich steigen.

ARA Saanen

Ein zweiter Faulturm und ein Gasspeicher wurden neu erstellt.

Dies illustrieren folgende Zahlen: Die aktuelle Schweizer Gewässerschutzgesetzgebung fordert für 140 ARAs eine EMV-Stufe, rund 40 sind umgesetzt. Mit der geplanten Gesetzesrevision steigt der Zielwert auf 400 ARAs.

Eine grosse Herausforderung ist das Management der sehr grossen Projekten im Abwasserbereich. Hinzu kommt, dass einige erfahrene Ingenieur:innen kurz vor der Pension stehen. Deshalb werden wir junge Talente gezielt für diese Aufgabe fördern und die Qualitätssicherung weiter stärken.

Ausbau Faulung ARA Schanz

Das Faulraum- und Gasspeichervolumen werden bedeutend erweitert.

Eigenleistung des Fachbereiches

Pilotierung Anammox ARA Freiburg

In Zusammenarbeit mit Eawag wurde das Anammox-Verfahren für die Zentratbehandlung der ARA getestet.

Vernetzt planen – nachhaltig bauen

Der Fachbereich Bau bündelt alle baulichen Kompetenzen ausserhalb der klassischen Fachbereiche und realisiert Projekte im Wasser, wassergefüllte Bauwerke sowie Hoch- und Infrastrukturbauten im urbanen Raum. 2025 war geprägt von einer stabilen Auslastung und zahlreichen vielschichtigen Inhouse- und Eigenprojekten. Ein besonderes Highlight war der erfolgreiche Abschluss des Geschiebesammlers «Chratzbach» in Thun. Intern wurde mit der neuen Untergruppe Bauplanung, Architektur und Brandschutz die Gesamtplanung gezielt gestärkt und der fachliche Austausch weiter professionalisiert.

erzo Oftringen, Neubau Regenbecken mit Zulauf- und Entlastungskanal

Das 3’000 m3 fassende Regenbecken und die Kanäle wurden komplett modellbasiert geplant und realisiert. 

Herausfordernd bleiben der Fachkräftemangel – insbesondere im kommunalen Tiefbau – sowie die konsequente Reduktion des CO₂-Fussabdrucks im Betonbau. 2026 setzen wir verstärkt auf nachhaltige Bauweisen und prüfen zudem innovative Ansätze wie die Vorfabrikation von ressourceneffizienten Betonbehältern. Dank weiterhin guter Auftragslage blicken wir zuversichtlich auf die kommende Zeit.

Eigenleistung des Fachbereiches

ARA Uster, Sanierung Schlammbehandlung und Neubau Faultürme

Die Schlammbehandlung wurde nachhaltig umgebaut und massgeblich erweitert.

Für die digitale Zukunft gewappnet

Die Technologiegruppe Digitales Planen entwickelt und betreut die digitalen Produktionswerkzeuge für die Fachbereiche von HOLINGER. 2025 setzten wir rund zehn interne Entwicklungsprojekte um und unterstützten andere HOLINGER-Teams. Ein Highlight war das Projekt «Raumbuch»: Ein digitales Tool, das das Raumprogramm direkt ins Anlagenmodell integriert. Es wurde bei der Kläranlage Stahnsdorf (DE) erstmals eingesetzt und steht nun auch weiteren Projekten zur Verfügung.

Projekt «Raumbuch»

Das Raumprogramm wird digital ins Anlagenmodell integriert.

Die Entwicklung solcher bereichsübergreifenden Tools bleibt anspruchsvoll – sowohl in der Koordination der Beteiligten als auch bei der Einführung im Unternehmen. 2026 liegt der Fokus auf der gezielten Weiterentwicklung wettbewerbsrelevanter Instrumente, insbesondere in den Bereichen «BIM to Field», «BIM im Tiefbau» sowie GIS. Angesichts erster BIM-Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen im Tiefbau stärkt dies unsere Marktposition nachhaltig.

Berechnungsgrundlagen für Regenabwassergebühren

Abflusswirksame Flächen werden auf Basis bestehender Geodaten in Krauchthal (BE) digital erfasst.

Technologische Vielseitigkeit als grosses Plus

Im Fachbereich Energie gelangen 2025 bedeutende Akquisitionen, wie ein Projekt zur Speicherung von Abwärme der KVA Forsthaus in Bern in einem Erdsondenfeld oder der Bau eines Fernwärmenetzes in Neftenbach. Damit konnten wir weitere Energieversorger als neue Kunden gewinnen. Mit der Inbetriebnahme der Pyrolyse-Anlage der IWB in Maisprach konnten wir ein weiteres spannendes Projekt erfolgreich abschliessen.

Die Konkurrenz im Bereich Energieplanung ist gross, Energieversorger hielten sich bei Investitionsentscheiden im Frühjahr etwas zurück.

Grundwasserbrunnen Walzwerkareal

Das Grundwasser des Birstals dient der Wärme- und Kälteversorgung.

Die Versorgungslage bei Erdgas hat sich entspannt und grosse Fernwärmenetzprojekte als Alternative erwiesen sich als weniger dringend. Dank unserer technologischen Vielseitigkeit bleiben wir attraktiv für unsere Kunden.

Die Wärmetransformation hin zu Netto-Null ist in vollem Gang. Daran mitzuwirken, ist für unsere Mitarbeitenden sinnstiftend und sehr motivierend. 2026 wollen wir unsere Kompetenz im Bereich der Elektroplanung weiter ausbauen und gezielt die Zusammenarbeit mit Hochschulen stärken.

Eigenleistung des Fachbereiches

Erweiterung der Wärme- und Kältesysteme im Energieverbund Stücki

Der Kühlturm hat einen weiten Weg von Spanien bis Basel hinter sich.

Gleiche Bedürfnisse, anderer Markt

Industriebetriebe stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die öffentliche Hand – sorgsamer Umgang mit Wasser, Abwasserreinigung, effiziente Wärmeversorgung mit Energierückgewinnung, Umgang mit Altlasten oder die Reduktion der CO2-Emissionen. Dank der interdisziplinären Kompetenzen ist HOLINGER gerüstet, Industrie- und Fertigungsunternehmen auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Wachstum zu begleiten.

Ende 2025 hat HOLINGER den Fachbereich Industrie neu aufgestellt, um Industriekunden gezielt anzusprechen. Entscheidend dabei ist, ihr Umfeld, ihre Bedürfnisse und ihre Arbeitsweise zu kennen.

Ersatz Vorklärung bei Micarna Courtepin

Die Anlagen werden bei laufendem Betrieb ersetzt und optimiert.

Es bestehen bereits gute Kontakte, wie unsere Projekte mit Bell oder Micarna 2025 zeigen. Diese wollen wir vermehrt auf nationaler Ebene angehen.

Das Potenzial ist gross, denn sowohl die gesetzlichen Vorgaben als auch die Anforderungen der Kunden an eine umwelt- und klimaschonende Produktion steigen. Hinzu kommt, dass über international tätige Industrieunternehmen auch Projekte ausserhalb unserer Heimmärkte akquiriert werden können.

Eigenleistung des Fachbereiches

Flotationsanlage Bell Schweiz AG

Die neue Anlage dient der ressourcenschonenden Abwasserbehandlung.

Foto © Bell Schweiz AG

Neue Aufgabenfelder – neue Chancen

Gewässer vor Abwasserüberläufen schützen, Infrastrukturen vor Überflutungen bewahren und den natürlichen Wasserkreislauf fördern – mit diesen Zielen ist die Siedlungsentwässerung mittendrin im HOLINGER-Universum und arbeitet mit vielen Fachbereichen aktiv zusammen. Diese starke Interdisziplinarität schätzen sowohl unsere Mitarbeitenden als auch unsere Kunden.

Unser Fachbereich ist organisch gewachsen – ein Trend, der sich fortsetzen wird. Weiterhin hoch ist die Nachfrage im Bereich «Schwammstadt».

GEP Emmen

In Trockenperioden verschwindet das Gewässer zeitweise.

Aufgrund zunehmender Starkregenereignisse werden hydraulische Risikobetrachtungen vermehrt zum Thema, ebenso kommunale Wasserstrategien, die den gesamten Wasserkreislauf stärken.

Die Ausweitung der Aufgabenfelder motiviert uns, neue technische Hilfsmittel einzusetzen, unser Fachwissen weiterzuentwickeln und Innovationen voranzutreiben. Ein Beispiel: Mit einer Klimabilanz für Schwammstadt-Massnahmen wollen wir abschätzen, wie viel kühler es wird, wenn Flächen entsiegelt oder Bäume gepflanzt werden – für Entscheidungsträger in Städten ein wichtiges Argument.

Schwammstadt Parkplatz Casino Zürichhorn

Innovative Ansätze der Schwammstadt-Philosophie wurden erfolgreich geplant und umgesetzt. Mehr

Eigenleistung des Fachbereiches

Sanierung Sonderbauwerke

Das Pumpwerk Risi in Bremgarten (AG) erhielt zwei neue Schneckenpumpen.

Breite Kompetenz, starke Präsenz

Der Fachbereich Umwelt und Nachhaltigkeit ist breit aufgestellt. Mit Teams in Liestal, Luzern, Thun und an weiteren Standorten sind wir dort, wo unsere Kundinnen und Kunden uns brauchen. Unsere Leistungen umfassen Altlastensanierung, Gebäudeschadstoffuntersuchungen, bodenkundliche Baubegleitung und Umweltverträglichkeitsprüfungen, Grundwassererschliessung, Trinkwasserversorgung und Schutzzonen sowie Erdwärmeprojekte und Baugeologie.

Das Auftragsvolumen ist konstant, die Auslastung gut und der Bereich profitabel unterwegs.

Bodenschutz für den Deponiebetrieb «Buggenringen»

HOLINGER übernahm die anspruchsvolle bodenkundliche Baubegleitung.

In zahlreichen kleineren bis mittleren Mandaten setzen wir Projekte über alle Phasen praxisnah um und integrieren die Nachhaltigkeit systematisch. Ein zentraler Bereich ist der Bodenschutz, weil Vorgaben insbesondere bei Baubegleitungen strenger umgesetzt werden.

Unsere Mandate kommen oft direkt von Kundinnen und Kunden; bei grösseren Vorhaben arbeiten wir eng mit weiteren HOLINGER Teams zusammen und verankern so die Nachhaltigkeit systematisch. Schulungen und der fachliche Austausch stärken diese Kompetenz fortwährend.

Kantonale Bodenkartierung Luzern

Die Bodenkartierung sichert Schutz und Nutzung der Böden.

Eigenleistung des Fachbereiches

Basel Stadt, Grundwasseranreicherungs- und Gewinnungsgebiet Lange Erlen

Die Grundwasserschutzzonen wurden überprüft und angepasst.

Innovativ mit Risiken umgehen

Gemeinsam Herausforderungen angehen und innovative Lösungen entwickeln – das ist unser Anspruch im Fachbereich Wasserbau mit rund 60 Mitarbeitenden. Ein besonderes Highlight 2025 war die Sanierung des historischen Wehrs «Neue Welt» und der gleichzeitigen Realisierung einer der modernsten Fischtreppen in Münchenstein (BL).

Der Klimawandel bleibt eine zentrale Herausforderung: Die neuen Klimaszenarien prognostizieren in der Schweiz einen Temperaturanstieg bis zu +3 °C, mit Folgen wie häufigere Starkniederschläge und längere Trockenperioden.

Revitalisierung und Hochwasserschutz

Die jahrzehntelang begradigte Jonen bei Rifferswil wurde renaturiert. Mehr

Mit probabilistischen Ansätzen analysieren wir umfangreiche hydrologische Daten und bewerten Risiken für Siedlungen differenziert. Im Zentrum stehen resiliente Gewässer, die Wasser zurückhalten und dosiert abgeben, sowie Schwammland-Konzepte.

Verkettete Naturprozesse führen zunehmend zu zerstörerischen Ereignissen. Deshalb stärken wir den Risikodialog, beziehen Stakeholder früh ein und entwickeln tragfähige Schutzkonzepte. 2026 erweitern wir unsere Naturgefahrenkompetenzen im Bereich Murgänge, begleiten Wasserkraft- und Grossprojekte und fördern intern Wissenstransfer durch ein neues Mentoring-Programm.

Gefahrenkartierung Vispa

HOLINGER erarbeitet für die Gemeinde Randa die Gefahrenkarte der Vispa.

Eigenleistung des Fachbereiches

Hochwasserschutz Matter Vispa, Kipfen

Ein naturnahes Raubettgerinne dient dem nachhaltigen Hochwasserschutz.

Schützen, vernetzen, nutzen

Der Fachbereich Wasserversorgung blickt auf ein aktives Jahr mit vielen spannenden Projekten zurück – vermehrt auch in der Westschweiz. Grosse Seewasseraufbereitungsanlagen und Trinkwasserprojekte vom Bodensee bis ins Tessin prägten unsere Arbeit. Gefordert waren wir bei der Planung neuer Aufbereitungsanlagen, beim Schutz vor Quagga-Muscheln, bei der zunehmend ausgefeilten Spurenstoff-Eliminierung sowie bei der Erneuerung und der Betriebsoptimierung bestehender Werke.

Erneuerungskonzept entlang der Albiskette

Eine Nutzwertanalyse der Quellwasserleitung bewertet Kosten, Betriebssicherheit und Nachhaltigkeit.

Für 2026 stehen die Fortführung des Ressourcenschutzes, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Sicherung von Zuströmbereichen oder die Umsetzung grosser Seewasserprojekte im Fokus. Das aufgebaute Knowhow – etwa im Umgang mit Quagga-Muscheln – kommt vermehrt auch in anderen HOLINGER-Fachbereichen zum Tragen. Auch die überregionale Vernetzung der Wasserversorgung bleibt ein zentrales Thema. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärkt uns für zukünftige Herausforderungen und trägt zu einer sicheren, nachhaltigen Wasserversorgung bei.

Grundwasserfassung Grauenstein Trub

Der Vertikalfilterbrunnen wird mit einer Greiferbohrung erstellt.

Eigenleistung des Fachbereiches

Bauprojekt SWW Weggis

Dank Ultrafiltration wird der Vierwaldstättersee zur Trinkwasserquelle.

Tochtergesellschaften

Dynamische Märkte in den Nachbarstaaten und der Schweiz – Unsere Tochtergesellschaften im Querschnitt.

Vielseitig aufgestellt für anspruchsvolle Aufgaben

2025 war geprägt von hoher Auslastung und anspruchsvollen Projekten in der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Neue Aufträge, unter anderem die 4. Reinigungsstufe in Münchehofe und Donaueschingen, bestätigten die starke Marktposition. HOLINGER Ingenieure wird zunehmend als Sparringspartner für komplexe Infrastrukturprojekte wahrgenommen. Die EcoEntreprise-Zertifizierung mehrerer Standorte unterstreicht unser Engagement für Nachhaltigkeit. Wir entwickelten die Digitalisierung und Organisation gezielt weiter. Herausfordernd sind die zunehmende Projektkomplexität sowie die steigenden Anforderungen durch Regulierung, zum Beispiel im Bereich Kritischer Infrastrukturen (KRITIS).

2026 bleibt die Nachfrage hoch: Sanierung und Ausbau von Wasserinfrastrukturen, Klimaanpassung und Energiegewinnung aus Abwasser bestimmen den Markt. Wir setzen auf gezielte Weiterentwicklung der Kompetenzen, digitale Werkzeuge und qualitatives Wachstum. Dem Fachkräftemangel begegnen wir als attraktiver Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitsmodellen, konsequenter Förderung und sinnstiftenden Projekten.

Hochlastfaulung: aus Erfahrungen lernen

Nach den Faulungsanlagen in den Klärwerken Karlsruhe, Schweinfurt und Basel plant HOLINGER Ingenieure in einer Arbeitsgemeinschaft mit der HOLINGER AG eine Hochlastfaulanlage auf dem Klärwerk Steinhäule. Die Anlage für künftig 440’000 EW umfasst vier Faultürme à 2’370 m³. Die Hochlastfaulung mit Schlaufenreaktor ermöglicht eine vollständige Durchmischung und kürzere Aufenthaltszeiten.

Modernisierung der Schlammbehandlung Schweinfurt

In einer Arbeitsgemeinschaft realisiert HOLINGER eine umfassende Modernisierung der Schlammbehandlung in der Kläranlage Schweinfurt. In einer Variantenstudie resultierte als Bestvariante ein Konzept mit zwei eiförmigen Faultürmen mit externer Schlammumwälzung. Nebst der Faulung werden vier Vor- und Nacheindicker, die maschinelle Schlammeindickung sowie die Schlammentwässerung erneuert. Zudem ist ein zusätzlicher Gasspeicher mit 5000 m³ Volumen geplant. Aktuell läuft die Entwurfsplanung.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg: Ziele gemeinsam erreichen

HOLINGER Luxemburg blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Wir konnten den Auftragsvorrat verdoppeln und ein besseres Ergebnis als budgetiert erreichen.

Die fachliche Breite kombiniert mit einer eingespielten standortübergreifenden Zusammenarbeit bilden die Grundlage für erfolgreiche Projekte wie die Kläranlage Mamer, die Planung einer neuen Trinkwasseraufbereitung für die Stadt Luxemburg oder das Projekt der Kanalspülgutanlage in Bonnevoie.

Diese geballte Kompetenz trug dazu bei, dass wir das Projekt zur Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Hobscheid gewonnen haben – obwohl ein Mitbewerber dank einer Vorstudie im Vorteil war. Der Auftrag für zwei neue Starkregenstudien bereichert die Referenzen des Standorts zusätzlich.

Wir beherrschen das Thema Wasser in all seinen Facetten und verbinden technisches, ökologisches und wirtschaftliches Denken. Strengere EU‑Vorgaben, Klimawandel und Digitalisierung stärken unsere Rolle als kompetente Partnerin für Gemeinden und Versorger. Mit Teamgeist, Kundennähe und hoher Umsetzungskompetenz entwickeln wir nachhaltige, praxisorientierte Lösungen und bauen unser Know-how kontinuierlich aus.

Modernisierung Kläranlage Hobscheid: Konsequent neu gedacht

HOLINGER hat die Ausschreibung zur Modernisierung und Kapazitätserweiterung der Kläranlage Hobscheid gewonnen. Statt die in den Unterlagen enthaltene Vorzugslösung zu offerieren, wurde eine alternative Lösungsansatz entwickelt – eine vollständige Erneuerung des Wasserwegs auf der zusätzlich verfügbaren Fläche. Dadurch werden unnötige Provisorien vermieden, der laufende Betrieb wird nicht beeinträchtigt und der Übergang von alt auf neu wird vereinfacht.

Starkregenrisikostudie für die Gemeinde Stadtbredimus

Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen bergen beträchtliche Risiken für Gebäude und Infrastrukturen. Deshalb hat die Gemeinde Stadtbredimus HOLINGER beauftragt, eine Starkregenrisikostudie zu erarbeiten. Diese verfolgt einen integralen Lösungsansatz, der gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt, bestehende Schwachstellen im Starkregenschutz identifiziert und fundierte Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz der Gemeinde entwickelt.

Dienstleistungen weiter ausbauen

Die iat-Ingenieurberatung ist eines der führenden Büros für die Betriebsbetreuung kommunaler Kläranlagen in Baden-Württemberg. 2025 haben wir unsere Kompetenz im Explosionsschutz auf fünf Fachkundige ausgebaut und unser Betreuungsteam verstärkt, um Erneuerungsmassnahmen wie BHKW, Fällmittelstationen oder die Belüftung in Belebungsbecken zeitnah zu planen und umzusetzen. Über 40 neue Projekte ergänzten den guten Auftragsbestand. Ein besonderer Moment war die erfolgreiche Inbetriebnahme des 1 000 m³-Faulbehälters in Aulendorf. Herausfordernd war die parallel laufende Erstellung von zwölf Anträgen zur Neuerteilung wasserrechtlicher Erlaubnisse von Kläranlagen.

Unsere Stärke ist die bereichsübergreifende Zusammenarbeit – stets mit dem Ziel, unsere Kunden bei Betriebsfragen optimal zu unterstützen. 2026 erweitern wir unsere Kläranlagenbetreuung durch einen eigenen Gewässerschutzbeauftragten und bauen unsere Leistungen im Bereich erneuerbare Energien und Energieautarkie von Kläranlagen weiter aus. Wir freuen uns, dass dieses Jahr unter anderem der Ausbau der Kläranlage Bösingen (6 800 EW) und die vierte Reinigungsstufe Wiesloch (110 000 EW) in die Umsetzung gehen.

Neuer Faulturm für die Kläranlage Aulendorf

Der Faulturm der Kläranlage Aulendorf (D) war sanierungsbedürftig und überdimensioniert. Die iat-Ingenieurberatung beurteilte verschiedene Varianten – Sanierung, Neubau und unterschiedliche Behälterbauweisen. Der unterbrechungsfreie Betrieb des Faulturms sprach für einen Neubau. Dieser umfasste den Faulbehälter, einen Schieber- und Trübwasserschacht sowie Rohschlamm-Zerkleinerer, Umwälzpumpen und Wärmetauscher. Der alte Faulturm diente direkt im Anschluss als Provisorium für die Sanierung des Nacheindickers.

Forschungsprojekt RUN – Nährstoffkreisläufe neu denken

Wie können Städte und ländliche Räume Nährstoffkreisläufe gemeinsam schliessen? An dieser Frage arbeitete die iat-Ingenieurberatung als Teil eines Konsortiums im Projekt RUN. Im Fokus stand dabei die Rückgewinnung von Phosphor, Stickstoff, Kalium und Kohlenstoff aus Bioabfällen und häuslichen Abwässern zur Herstellung von Düngern und Bioplastik. Die iat-Ingenieurberatung plante eine Pilotanlage in Containerbauweise am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier – mit aktiver Einbindung der Quartierbewohner:innen.

Starke Marktstellung dank Nähe und Qualität

Seit 2021 Teil der HOLINGER-Gruppe, ist die Mauler SA als Ingenieurunternehmen im Bereich Bau- und Umwelttechnik bereits seit Jahrzehnten regional fest verankert. Diese Nähe zu unserer Kundschaft und die hohe Qualität unserer Dienstleistungen sind die Basis unseres Erfolgs.

2025 konnten wir unseren Umsatz um 13 % gegenüber dem Vorjahr steigern, unsere Arbeitsreserve beträgt rund zwei Jahre. Der Spardruck in den Gemeinden steigt und das Volks-Nein zum Autobahnausbau spürten wir direkt.

Trotzdem rechnen wir auch im laufenden Jahr mit einem weiteren organischen Wachstum. 2026 erwarten uns spannende Projekte, wie der Bau verschiedener Trinkwasserreservoirs, die Arbeiten an der Kläranlage von Orbe oder Autobahnarbeiten bei Crissier.

Qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren, bleibt anspruchsvoll. Doch unsere Stellung als regionaler Marktführer, unsere hochwertigen Projekte und die gute Arbeitsatmosphäre machen Mauler als Arbeitgeber attraktiv. Wir bauen auf ein eingespieltes Team, das klare Werte vertritt: Respekt, Unparteilichkeit, Verfügbarkeit und Integrität.

Trinkwasserreservoir zur sicheren Versorgung von Valangin

Mit einem neuen Reservoir will die Stadt Neuenburg die Trinkwasserversorgung von Valangin dauerhaft sicherstellen. Die Mauler SA hat das 400 m3 fassenden Reservoir geplant inkl. rund 1 km Rohrleitungen und einer Verbindung mit der Nachbargemeinde Val-de-Ruz. 2025 bis 2026 erfolgt nun die Umsetzung. Das Projekt wird auf dem Gelände eines früheren Sportplatzes realisiert. Diese Fläche wird im Rahmen des Projekts ökologisch aufgewertet.

Schwammstadt, Abwasserbehandlung und sanfte Mobilität für Kantonsstrasse

Die Kantonsstrasse zwischen Neuenburg, Hauterive und Saint-Blaise wird auf einer Länge von 2 km neu gestaltet. Eine Projektgruppe unter Leitung von Mauler ist mit der Realisierung des Projekts betraut. Es umfasst mit Bäumen bepflanzte Grünstreifen, eine Strassenabwasserbehandlung (SABA) mit Versickerung des Oberflächenwassers und die Neugestaltung des Strassenraums zugunsten von Fussgängern und Veloverkehr. Das Projekt wird in drei Bauphasen umgesetzt und soll 2029 abgeschlossen sein.

30 Jahre Modellierungskompetenz

Seit 30 Jahren steht die TK CONSULT AG für fundierte numerische Modellierungen in Hydrogeologie und Hydraulik. 2025 arbeiteten wir an rund 65 Projekten – von Strömungs- und Temperaturberechnungen in Echtzeit für die Grundwasseranreicherung der Stadt Zürich, über Überflutungsanalysen aufgrund eines Stauseedammbruchs bis zu 2D- und 3D-Abflussmodellierungen an der Rathausbrücke in Zürich. Besonders freut uns die Mitwirkung an zentralen Fachgrundlagen, etwa an einem österreichischen Regelblatt zur Modellierung von Porengrundwasserleitern, als Teil einer Begleitgruppe zur Gefahrenbeurteilung von Seetsunamis, sowie an schweizerischen Leitfäden zu Zuströmbereichen und Grundwassermodellen.

Die Zukunft bringt neue Herausforderungen: Klimawandel, Nutzungskonflikte, Schadstoffe und steigender Wasserbedarf verlangen nach präzisen Entscheidungsgrundlagen. 2026 wirken wir unter anderem an der Regionalen Wasserversorgungsplanung Aare West, an Schutzgebiet-Modellierungen für Vorarlberger Wasserversorgungen sowie an der Oberflächenabflussmodellierung für den Flugplatz und Innovationspark Dübendorf mit.

Schweizer Beteiligung an österreichischem Regelblatt

Die TK CONSULT AG war an der Erstellung des neuen Regelblatts 222 des Österreichischen Wasser- und Abwasserwirtschaftsverbands (ÖWAV) zur numerischen Modellierung von Porengrundwasserleitern beteiligt. Das im Februar 2025 veröffentlichte Dokument bietet praxisorientierte Leitlinien für Fachleute, Auftraggeber und Behörden. Im Seminar zur Vorstellung des Regelwerks in Wien präsentierte TK CONSULT das Grundwassermodell Aussermontafon, das im Auftrag des Landes Vorarlberg erstellt worden war.

Einfluss einer Aufweitung des Alpenrheins auf den Grundwasserhaushalt

Der Kanton St. Gallen und Liechtenstein wollen den Alpenrhein bei Schaan, Buchs und Eschen auf einer Länge von 1,7 km aufweiten. Im Rahmen des Vorprojekts wurden auch die Auswirkungen des Flussbauprojekts auf den Grundwasserhaushalt untersucht. Die TK CONSULT AG hat dazu mit dem bestehenden Grundwassermodell numerische Modellierungen durchgeführt. Diese zeigten, was bei der weiteren Planung zu beachten ist und welche zusätzlichen Untersuchungen notwendig sind.

Geschäftszahlen

Die gerundeten Zahlen stellen einen Auszug aus der vollständigen Konzernrechnung 2025 der HOLINGER Gruppe in Anlehnung nach SwissGAAP FER dar.

Die Konzernrechnung wurde nach SwissGAAP FER erstellt und mit Datum 18. Mai 2026 von der OBT AG, Zürich, ohne Vorbehalte und Einschränkungen testiert.

 

Die Generalversammlung der HOLINGER AG fand am 22. Juni 2026 statt. Der Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von TCHF 1’750.

Schlüsselzahlen
2024 2025 Veränderung zum Vorjahr
Personalbestand 712 707 -5
31.12.2024 [Mio. CHF] 31.12.2025 [Mio. CHF]
Umsatz 86,8 91,6 +5 %
Eigenleistung 81,3 86,8 +7 %
EBITDA 5,3 11,0 +111 %
Auftragseingang 85,5 107,8 +26 %
Auftragsvorrat 91,8 130,4 +42 %
Investitionen 1,2 1,5 +21 %
Kennzahlen Mitarbeitende
2025 Veränderung zum Vorjahr
Anzahl Mitarbeitende 707 -1 %
Frauen 265 +2 %
ETH / FH 449 -1 %
Technikerschule 54 +29 %
Bauleiter:in, Konstrukteur:in, Zeichner:in 106 -10 %
Kaufmännische Angestellte / IT 76 -3 %
Auszubildende 22 +5 %
Personenfluktuation [%] 8,8 -11 %
Durchschnitt Abwesenheit durch Krankheit oder Unfall pro Mitarbeitenden [h] 58,6 -20 %
Erfolgsrechnung
2024 2025
[TCHF] [TCHF]
Nettoerlös 88 040 91 627
Eigenleistung 81 327 86 862
Personalaufwand 64 787 65 129
Übriger Betriebsaufwand 11 240 10 729
Bilanz
Aktiven 2024 2025
[TCHF] [TCHF]
Umlaufvermögen 42 263 47 258
Anlagevermögen 11 182 9 608
Total Aktiven 53 445 56 866
Passiven 2024 2025
[TCHF] [TCHF]
Kurzfristiges Fremdkapital 30 695 26 883
Langfristiges Fremdkapital 6 117 6 028
Fremdkapital 36 812 32 911
Aktienkapital 398 398
Eigenkapital 16 633 23 955
Total Passiven 53 445 56 866

Ausblick

HOLINGER wird sich auch in Zukunft aktiv für die Gesellschaft und die Umwelt einsetzen. Was uns dabei leitet: Für unsere Kundinnen und Kunden planen und realisieren wir heute, was diese morgen benötigen. Das kostbare Element Wasser soll uns hierfür auch künftig als Sinnbild für unsere Eigenschaften und unseren fachlichen Schwerpunkt dienen. Für den Schutz der Ressourcen bringen wir unser Fachexpertise und unsere Praxiserfahrungen in den politischen Diskurs ein und haben zu den Revisionsvorschlägen der Gewässerschutzgesetzgebung Stellung genommen und uns klar positioniert.

Um unsere Kompetenzen über die bestehenden Landesgrenzen hinaus tragen zu können, prüft der Verwaltungsrat 2026 die Möglichkeiten einer intensivierten und projektbezogenen ausländischen Tätigkeit. Auch stehen organisatorische Fragestellungen auf unserer Agenda. HOLINGER wird über Optimierungspotenziale bei Grossprojekten innerhalb unserer bewährten dezentralen Struktur entscheiden. Die operative Umsetzung erfolgt spätestens 2027 und soll unsere Wertschöpfung weiter verbessern. Neue technologische Möglichkeiten fordern uns auf, die Potenziale für HOLINGER zu prüfen und Massnahmen, Prioritäten sowie Kostenrahmen für deren Implementierung festzulegen.

 

Was uns auf dem Weg in die Zukunft trägt, ist das Vertrauen, das uns täglich von unseren Aktionärinnen und Aktionären, unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern entgegengebracht wird. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

 

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